Speicherparität in 2017 erwartet

Gründe dafür, in erneuerbare Energien zu investieren, gibt es mehr als genug. Zum einen sollte uns allen daran gelegen sein, unsere Energieversorgung möglichst nachhaltig und umweltschonend zu gestalten. Seit 2012 lohnt sich die Installation einer Solarstrom-Anlage aber auch schon deshalb, weil die Gestehungskosten für den sauberen Eigenstrom geringer sind als die Strompreise beim Energieversorgungsunternehmen. Denn 2012 erreichten wir die so genannte Netzparität, sprich die Produktionskosten pro Kilowattstunden des Eigenstroms sind gleich der Bezugskosten bei externen Anbietern. Seither wird der Solarstrom immer günstiger, während die Energiepreise stetig steigen.

 

Der kleine Nachteil bei der Solarenergie: Strom gibt es nur mit Sonne. Wenn mal nicht die Sonne scheint, sei es aufgrund der Uhrzeit oder von schlechtem Wetter, muss man doch den teuren Strom vom Anbieter kaufen. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, bieten interne Speichersysteme. In einem Batteriespeicher wird während des Tages überschüssig produzierte Energie für die Nacht gespeichert.  Wer so einen höchstmöglichen Grad an Unabhängigkeit erreichen will, der muss mehr Geld investieren. Diese Mehrkosten für ein Speichersystem dieser Art wurden in der 2012 erreichten Netzparität noch nicht mit berücksichtigt.

 

Nun aber die gute Nachricht: Laut einer Studie der Berliner Beratungsunternehmen Enviacon International und Büro F erreichen wir gerade die so genannte “Speicherparität”: Das ist der Punkt, an dem der Solarstrom aus der Batterie - trotz der Mehrkosten für den Speicher - günstiger ist als der vom Energieversorger (siehe Grafik).

 

Denn die solaren Hauskraftwerke werden immer günstiger. Währenddessen steigen die Strompreise beim Versorger weiter. Tun sie dies weiterhin im selben Maße, so werden wir bereits im nächsten Jahr die Netzparität von Speichersystemen erreichen. Und selbst wenn die Stromkosten langsamer steigen, so wird den Verbraucher bis 2018 der Solarstrom weniger kosten. Bis spätestens Mitte 2020 sollte der Eigenstrom dann sogar schon um die 30% günstiger sein.  

 

Ein Grund mehr also, sich ein eigenes Kraftwerk aufs Dach zu holen!

 

(Quelle der Grafik: Büro F - Future Energy Markets, http://www.burof.de/)